Im antiken Rom kostet…
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Sesterzen (HS)
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Gesamter Baupreis Caesars für den Baugrund nördlich des Forum Romanum
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100.000.000 HS
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Grundstückspreis nördl. Forum Romanum (aufgekauft von Caesar)
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60.000.000 HS
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Barbesitz des M. Licinius Crassus Dives im
Jahr 53 v. Chr
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21.300.000 HS
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Luxus-Anwesen des (bestechlichen) Aemilius Scaurus
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14.800.000 HS
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Luxusanwesen
im Argiletum, gekauft vom Konsul M. Messalla am 25. Januar 61 v. Chr. (→
Cicero,ad Att. 1,13)
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13.400.000
HS
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Anwesen des Crassus in Rom
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6.000.000 HS
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Anwesen in Rom (→ Cicero, ad fam.5,6,2)
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3.500.000 HS
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Grundstückspreis für großes Grabmahl an belebter Ausfallstraße
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ab 1.000.000 HS
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Haus
im Argiletum, gekauft von Q. Cicero (→ Cicero, ad Att. 1,14)
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966.667 HS
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Sklaven Freilassung
1.Jh.n.Chr. (→ Plinius.n.h. 7,129)
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700.000 HS
– 13.000.000 HS
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(Provinz-)Tempel
zur Zeit Hadrians
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300.000 HS
- 600.000 HS
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Neubau eine Meile
römsiche Fernstraße
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500.000 HS
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1
Pfund erlesene und mit dem kostbarsten Purpur-Rot seltener
Purpurschnecken gefärbter
Seidenstoffe
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400.000 HS
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| 1 Löwenjagd für protzerische Spiele in Rom |
400.000 HS
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1 Meile Reparatur der "Königin der Fernstraßen" via Appia im 2.
Jahrhundert n. Chr.
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100.000 HS
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1 edles Zuchtross
| 100.000 HS |
| Latein- & Griechischlehrer Jahresgehalt (Elitebildung) |
100.000 HS
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1Talent/ 30.000 HS
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Jahresmiete
Luxusappartement (des M.Caelius)
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10.000 HS
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1 Koch
als Sklave
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über
4.800 HS
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1 durchschnittlicher Sklave
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ab 4.000 HS
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Jahresmiete (gehobene) Mietwohnung
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3.000 HS
- 4.000 HS
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Prätorianer
Jahresgehalt
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3.000 HS
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1
billiger Sklave (noch unter Augustus)
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ab 2.000 HS
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Jahresmiete (einfache) Mietwohnung
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2.000 HS
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1
Sklave im gallischen Krieg (Atuatucer en Bloc: Massenware ohne Eignung,
Einkaufspreis in Gallien)
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1.604 HS
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| 1 (durchschnittliches) Pferd |
1.600
HS
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Elementarlehrer
Jahresgehalt (Grundausbildung)
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1.000
HS
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Handwerker
(3 HS Tagessatz) Jahresgehalt
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918 HS
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Sold
eines Legionärs, Jahresgehalt (ab Kaiserzeit)
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900 HS
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[Tagessold (Caesar vor 52 v. Chr.)]
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[5 Ass
/ Jahr: 465 HS]
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[Tagessold (Caesar ab 52 / 51 v. Chr.)]
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[10 Ass
/ Jahr 913 HS]
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1 Rind
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800 HS
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1
Maulesel
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520 HS
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Jahresmiete billige Zimmerwohnung in einer Mietskaserne
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500 HS
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1 Paar modische Damen- Stiefel
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80 HS
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1
qm Straßenpflaster
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74
HS
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1 Paar gute Stiefel
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60 HS
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1 Cena
(schickes Abendessen) für 3 Personen (→ CIL IV 5380) im Lokal
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15 HS
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1 kg
Fleisch (Schwein)
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12 HS
-24 HS
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1
kg Fleisch (Rind)
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12 HS
-24 HS
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9
kg Korn
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4 HS
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1
Tageslohn eines Handwerkers
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3 HS
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1 Mittagessen in einem Lokal in Aesernia (→ CIL IX 2689)
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3 HS
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| 1 Tagessold Legionär (52/51 v. Chr. von Caesar verdoppelt) |
10 Asse
(= 2½ HS)
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| 1 l guter Wein |
2 HS
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1 Prostituierte im Restaurant in Asernia
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8 Asse
(= 2 HS)
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1 großer Laib Brot bester Qualität (evtl. 4kg schwer)
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8 Asse
(= 2 HS)
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1
kg hochwertiges Brot
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½ HS
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1 Tagessold
Legionär (vor 52 v. Chr.) → Jahressold: 465 HS
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5 Asse
(= 1¼ HS)
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1
Maß Falerner (Spitzenwein)
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1HS
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1 Portion Sauce im Restaurant in Asernia
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3 Asse
(= 0,75 HS)
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1Tagesration Futter für ein Maultier
(Asernia, wie oben)
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2 Asse
(= ½ HS)
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1 einfache Mahlzeit
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2 Asse
(= ½ HS) |
1
Maß Wein
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1 As
(= ¼ HS) |
1 Laib einfaches Brot (Großbäckerei)
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1 As
(= ¼ HS) |
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(Asernia, wie oben)
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1 As
(= ¼ HS) |
1 Käse
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1 As
(= ¼ HS) |
1
Besuch einer uralten Therme (→ )
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¼ As
(= 0,06 HS) |
Blog zu den Historischen Romanen: „AMORES - Die Liebesleiden des jungen Ovid“ und „Rufus“ (Rufus - Donner im Keltenland / Rufus - Catilina und die Jugend Roms / Rufus - Liebe und Leid in Rom / Rufus - Im Schatten des Caesar)
Die „Rufus“-Reihe soll jeder verstehen und genießen können, Jugendliche und Erwachsene, Studierte und Nichtstudierte. Wer sich im Roman auf fremde Welten einlässt, der wird auf unterhaltsame Weise ganz automatisch kennenlernen, was die damalige Zeit so alles zu bieten hatte - und lernt beim Lesen wie von selbst. Alles so authentisch und historisch korrekt wie möglich zu erzählen und dabei spannend zu bleiben, das ist mein Ziel.
Die „AMORES - Die Liebesleiden des jungen Ovid“ sind dagegen nicht immer ganz jugendfrei (wie auch die Originalverse Ovids und seiner Zeitgenossen). Der Laie kann sich über die „moderne“ Sprache & Handlung freuen, der Fachmann über zahlreiche Anspielungen und intertextuelle Scherze.
Auf dem Blog zeige ich einen Blick hinter die Kulissen. Dabei gebe ich auch Hintergrundinformationen über Politik und Alltagsleben der späten Republik und frühen Kaiserzeit in Rom und einiger Kelten- und Germanenstämme.
Feste Probeleser aus verschiedensten Altersgruppen haben bereits die ersten Bände gelesen. Die Rückmeldungen setze ich um. Sehr gute Feedbacks kamen dabei nicht nur von Universitätsprofessoren und anderen Fachleuten sondern gerade auch von Schülerinnen und Schülern - vielleicht demnächst auch von dir? Gerne nehme ich jede gute Anregung auf (Rufus.in.Rom@gmail.com)...
Freitag, 9. August 2013
pecunia: Antike Münzen, Preise und Steuern
Montag, 22. Juli 2013
III. Tirocinium. Leseprobe aus "Geheimnisse in Rom"
Montag, 8. Juli 2013
De aquis et vino: Trinkwasserversorgung und Weinkunde für das alte Rom
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| Roms Aquädukte, Trinkwasser- und Brauchwassersystem, uva Romana |
- Im Jahr 50 v. Chr. verbraucht Rom täglich 750 Liter pro Kopf,
- 300 n. Chr. sogar 1136 Liter täglich (1936 nur noch 578, etwa die Hälfte).
- In London und Paris sind es im Jahr 1823 n. Chr. lediglich 11 Liter pro Kopf am Tag (Forbes 1955, S. 167),
- 1936 n. Chr. in London 136 Liter, in Leipzig zur selben Zeit nur 76 Liter (für Paris gibt es zu dieser Zeit keine Angaben, doch hat auch heute noch nur jeder dritte Einwohner in Paris ein eigenes Bad. Manche Leute meinen, daher käme der typische Geruch in der Metro…
- Stuttgart, eine Stadt mit unzähligen Brunnen und Schwimmbädern, verbraucht 2010 n. Chr. nur 124 l pro Kopf (Statistisches Amt 2013) – und das obwohl im Stadtteil Bad Cannstatt das Wasser der Bäderbetriebe ständig aus dem Überlauf direkt in den Neckar blubbert. Den Ergebnissen des Hauptseminars „Phänomenologie einer antiken Großstadt“ von Prof. Dr. Frank Kolb zufolge (Tübingen SoSe 1998) ist Stuttgart übrigens bezüglich der Einwohnerstruktur bestens mit dem Rom des Jahres 63 v. Chr. zu vergleichen: Erst in den folgenden Jahrzehnten wächst Rom zur Millionenstadt heran….
Antiker Wein
Weinsorten des alten Rom
Sonntag, 30. Juni 2013
familia: Die römische Familie – Rechte, Pflichten, Struktur
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| cb Römische familia: Stellung der Familienmitglieder ©: S. Gerlinger CC-BY 4.0 |
Sonntag, 23. Juni 2013
Cena und Comissatio: Zu Tische bei feinen Römern
| Zu Tische Liegen bei den alten Römern © Gerlinger |
Cena: Ab der 10. Stunde des Tages findet am späten Nachmittag (im Winter) oder gegen Abend DIE zentrale Mahlzeit in der Familie statt, die cena, das Abendessen (vgl. Gerlach 2001, S. 16), wobei man wieder Parallelen zu Frankreich, Italien und Großbritannien erkennen kann. Ein Zechgelage, eine comissatio wird mit Speisen und reichlich Wein erst spät in der Nacht abgehalten. Wer Zeit hat, geht vor einer Abendeinladung in die Thermen. Gegessen wird in vornehmen Häusern in einem eigenen Speisezimmer, dem triclinium (von gr. klinh / klinäh = Liege bzw. Speisesofa). Außer bei größeren Veranstaltungen wie einem Treffen von Parteifreunden (amici), Hochzeiten, Beerdigungen etc. gilt es als Verstoß gegen die guten Sitten, mehr als acht Gäste einzuladen, damit der Gastgeber auch mit allen Gästen problemlos eine Unterhaltung führen kann. Verteilt werden die Gäste bei einem Gastmahl auf drei Dreier-Liegen, lecti bzw. klinai (bzw. drei mal drei Einzelliegen), die mit dem erhöhten Kopfende voran u- oder kreisförmig um einen zentralen Tisch stehen (siehe Skizze). Seit dem Ende der Republik darf als „neue Sitte“ gelegentlich auch die Ehefrau bei männerdominierten Abendgesellschaften mit zu Tische liegen. Der Tradition entsprechend sollten sie und die Bediensteten eigentlich am freien Tischende auf Stühlen aus Korbgeflecht sitzen (vgl. Gerlach 2001, S. 70; 72) – auf dem üblichen Sitzmöbel bei einem zwanglos-internen Familienessen. Kinder sind nur zugelassen, wenn man unter sich ist (ebd., S. 72). Zur Erheiterung und Unterhaltung werden bei einer zünftigen, einer recta cena Darbietungen von Musikanten, Tänzerinnen, Schauspielern, Clowns und Artisten geboten. Mancher Gastgeber „beglückt“ seine Gäste auch persönlich mit seinen poetischen und musikalischen Neigungen – wie Kaiser Nero mit Leierspiel und Gesang (Gerlach 2001, S. 74). Im Vordergrund steht jedoch immer das Mahl: Die Sklaven tragen von der freien Seite her die Gänge auf:
- Vorspeisen, Hors d’œuvres, Antipasti (gustatio / gustus / promulsis),
- Hauptgerichte (mensae primae / cena) und
- Nachtisch (mensae secundae).
Montag, 17. Juni 2013
Den Römern in den Kochtopf geschaut
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| © Zum Domstein Conviva Gastro GmbH |



