Die
hier wiedergegebenen Kohlezeichnungen sind den Farbphotos im Katalog der
letzten Keltenausstellung nachempfunden, aus einem Artikel von Angela Kreuz,
der auch für diese Darstellung grundlegend ist: „Von Ackerbau und Viehzucht.
Landwirtschaft und Ernährung“ (Kreuz 2012, S. 78-82).
Hirse und Gerste verwendet man eher für Eintopf, einfache Fladen oder Brei, Gerste hat den höchsten Zuckergehalt und eignet sich zum Bierbrauen (Kreuz 2012, S. 81). Leider sind die Rezepte nicht überliefert. Milchprodukte sind unsicher, Käse aufgrund von Funden spezieller Keramiksiebe wahrscheinlich (Kreuz 2012, S. 81).
Zu Tisch bei den Kelten
Gekocht
wird in großen Töpfen aus Ton, mit Graphitpulver feuerfest gemacht oder in
einem an Eisenkonstruktion von Decke hängendem Metallkessel (Stock /Telgenbüscher 2011, S. 100-101). Es gibt Eintopf, Getreidebrei, Suppen mit
Bohnen oder Linsen, manchmal Gulasch. Lange Zeit war es üblich, das Fleisch nur
zu kochen. Das Braten verbreitet sich jedoch schnell unter den Adligen, die den
Brauch aus der Mittelmeerregion übernehmen (Stock / Telgenbüscher 2011, S.
100-101). Die Bewohner der Lehmhütten schöpfen die Speisen mit Holzlöffeln aus
einfachen Schalen, greifen gekochte Fleischbrocken mit den Fingern (Stock /Telgenbüscher 2011, S. 100-101).Nach Poseidonios sitzt man nahe der Herdstellen an niedrigen Tischen auf Fellen oder Heu auf dem Boden und nimmt Brot und Fleisch zu sich, teils in Wasser gekocht, teils auf Kohlepfannen oder an kleinen Spießen gebraten (Kreuz 2012, S. 81). Bei einem Festessen mit vielen Gästen sitzt man laut Athenaios im Kreis, der einflussreichste Mann sitzt wie der Leiter eines Chores im Mittelpunkt. Direkt daneben sitzt der Gastgeber. Für das weibliche Wohl sorgen Wein, Met und Bier. Geschichtenerzähler, Dichter und Musikanten mit Lyra sorgen für die geistige Würze.
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