Die „Rufus“-Reihe soll jeder verstehen und genießen können, Jugendliche und Erwachsene, Studierte und Nichtstudierte. Wer sich im Roman auf fremde Welten einlässt, der wird auf unterhaltsame Weise ganz automatisch kennenlernen, was die damalige Zeit so alles zu bieten hatte - und lernt beim Lesen wie von selbst. Alles so authentisch und historisch korrekt wie möglich zu erzählen und dabei spannend zu bleiben, das ist mein Ziel.
Die „AMORES - Die Liebesleiden des jungen Ovid“ sind dagegen nicht immer ganz jugendfrei (wie auch die Originalverse Ovids und seiner Zeitgenossen). Der Laie kann sich über die „moderne“ Sprache & Handlung freuen, der Fachmann über zahlreiche Anspielungen und intertextuelle Scherze.
Auf dem Blog zeige ich einen Blick hinter die Kulissen. Dabei gebe ich auch Hintergrundinformationen über Politik und Alltagsleben der späten Republik und frühen Kaiserzeit in Rom und einiger Kelten- und Germanenstämme.
Feste Probeleser aus verschiedensten Altersgruppen haben bereits die ersten Bände gelesen. Die Rückmeldungen setze ich um. Sehr gute Feedbacks kamen dabei nicht nur von Universitätsprofessoren und anderen Fachleuten sondern gerade auch von Schülerinnen und Schülern - vielleicht demnächst auch von dir? Gerne nehme ich jede gute Anregung auf (Rufus.in.Rom@gmail.com)...

„AMORES - Die Liebesleiden des jungen Ovid“

Gerlinger Historischer Roman P. Ovidius Naso
© Fran Recacha,  Titelbildentwurf des Ovid-Verlag
Ein junger, aber mittelloser Dichter lernt die Liebe zugleich mit der Liebesdichtung lieben - Ideal und harte Realität, rosa Wolken und abgrundtiefe Verzweiflung, Liebeslust und Liebesfrust, Treueschwüre und Treuebrüche, Erfolg und Misserfolg.
amores – Die Liebesleiden des jungen Ovid“ schildert die ersten Erfahrungen des jungen Autors Publius Ovidius Naso in der Liebe und als Dichter – ganz so als steckten hinter der literarischen Fiktion des dichtenden Liebhabers, des poeta / amator namens Naso, tatsächlich autobiographische Erlebnisse Ovids.
Je nach Vorliebe und Vorbildung kann der Text als plastische Erläuterung zum Werk, als (Auto)biographie, als historischen Roman oder einfach als Liebesroman gelesen werden - ein Liebesroman aus einer fernen Zeit, deren Hauptpersonen sich gar nicht so sehr von heutigen unterscheiden.
            Eigentlich müsste man Ovids originale Liebeselegien ja eher als literarisches Experimentierfeld ansehen, auf dem er das sogenannte elegische System seiner Vorbilder (Catull, Gallus, Tibull, Properz) variiert und parodiert. Sein vielschichtiges literarisches Spiel machen sein Werk auf verschiedenen Ebenen lesbar – technisch nicht ganz unähnlich zur modernen Serie „Die Simpsons“: Eine klar nachvollziehbare Handlung an der Oberfläche sowie zahlreiche Anspielungen und geschickt verwobene Zitate anderer Medien (Literatur, Kunst, Musik…) erfreuen den literaturhistorisch kundigen Leser unterschiedlicher Vorbildung ebenso wie den unbedarften Leser, den schon der bloße Inhalt fasziniert.
            Doch was wäre, wenn sich hinter der Figur des dichtenden Liebhabers, des poeta / amator namens Naso, tatsächlich echte Erlebnisse Ovids versteckten? Wie sähen seine Abenteuer aus, wenn sich der Dichter auf der Suche nach literarischer Inspiration bei seinen Charakter- und Feldstudien in sein Studienobjekt verliebt, sich geradezu in seinem Gegenstand verliert und mit seiner lyrischen Figur zu verschmelzen droht? Dazu werden Ovids Elegien in modernem und gut lesbarem Deutsch zu einer fließenden Handlung verbunden.
Weitere Werke reichern das Geschehen möglichst authentisch mit Details strikt realer Ereignisse und Fakten an: autobiographische Angaben und Tipps im Umgang mit Frauen des Dichters selbst (Ars Amatoria, Tristien, Heroides, Fasti, Metamorphosen…), seiner Vorbilder und seines Dichterkreises (Properz, Tibull, Sulpicia…), sowie historische und literarische Hintergründe und Informationen wissenschaftlicher Kommentare. So entstehen lebensnahe Bilder aus dem Liebesleben eines jungen Dichters (Naso) vor der Kulisse Roms unter Augustus, dem ersten Kaiser nach dem Ende der Republik.

Inhalt
P. Ovidius Naso - Stefan Gerlinger            Eine Schaffenskrise! So früh? Ist die Karriere Nasos bereits beendet, bevor sie überhaupt erst richtig beginnen konnte? Es hat ganz den Anschein. Dem jungen Dichter aus gutem Haus landstädtischem Adels will einfach nichts mehr gelingen. Dabei hat er sich extra in einer ärmlichen Kammer im verrufenen Stadtteil Subura einquartiert. Das sollte doch wahrlich genug pralles Leben bieten. Damit aber nicht genug: Sein Vater besucht ihn unangemeldet und wird deutlich: Naso soll seine juristische Karriere fortsetzen, sonst streicht er ihm kurzerhand das peculium: Vom Vermögen des Elternhauses wäre er dann abgeschnitten.
Doch dies setzt ungeahnte Inspiration in Naso frei. Nicht einmal die eindringliche Warnung seines Vaters will er annehmen. In einer Zeit der staatlich gelenkten „Remoralisierung“ müsse man aufpassen. Doch was hat Naso schon mit Augustus zu schaffen? Zugegeben ist der Princeps Augustus ein Meister der Propaganda, der alle Medien virtuos beherrscht, gnadenlos zensieren lässt und Opposition brutal bricht. Aber muss wirklich jeder, der sich über ihn, seine Familie oder sein politisches Programm lustig macht, mit Konsequenzen rechnen? Was ist schon gegen witzige Anspielungen in unpolitischer Dichtung einzuwenden?
In der Großstadt macht Naso Fortschritte in der Liebe: Nach erfolgloser Jagd wird er schließlich selbst erbeutet: Naso verliebt sich Hals über Kopf in Corinna. Trotz aller Bitten an Venus ist diese Beziehung jedoch alles andere als ungestört: Außer dem großen Rivalen mit älteren Rechten, einem neureichen Ritter, funkt noch Dipsas dazwischen, meist alkoholisiert erinnert die ehemalige lena Corinna nicht nur daran, sie in ihren „besonderen Künsten“ ausgebildet zu haben, sondern rät ihr, in Beziehungsfragen nur an die finanzielle Absicherung zu denken. Auch Corinna muss schließlich von etwas leben…


15 Kapitel:
  1. Waffen in wuchtigem Takt: Aller Anfang ist gravis
  2. Wie viele Sterne am Himmel ziehen, gibt es Mädchen in Rom zu sehen: Fundstellen & Befund
  3. Recht ist‘s und billig mein Flehen: Treffen mit Corinna
  4. Dein Mann kommt mit? Gastmahl mit Corinna
  5. Da! Corinna kommt!
  6. tempora noctis eunt: Draußen vor der Tür
  7. Ins Gefängnis mit den Händen: Schlag keine Frisur!
  8. Vorsicht Schlangen: Kupplerinnen wie Dipsas
  9. Krieg führt ein jeder, der liebt: Liebe IST Kriegsdienst!
  10. Warum muss ich ihr die ganze Zeit denn nur Geschenke schenken?
  11. Veni! Das Täfelchen I
  12. Verrotte, du zweideutig Ding! Das Täfelchen II
  13. Es war die Lerche: Im Bett mit Corinna
  14. Haarsträubend: Zu viel der Schönfärberei
  15. Kein ehrenwerter Beruf? Ewiger Ruhm durch die Liebe
Am Ende wird sich auch der Dichter verändern - im zweiten Band ist es nicht mehr einzig Corinna, die ihn fesselt, im dritten Band muss er sich gänzlich vom Ideal der Treue verabschieden.

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