Die „Rufus“-Reihe soll jeder verstehen und genießen können, Jugendliche und Erwachsene, Studierte und Nichtstudierte. Wer sich im Roman auf fremde Welten einlässt, der wird auf unterhaltsame Weise ganz automatisch kennenlernen, was die damalige Zeit so alles zu bieten hatte - und lernt beim Lesen wie von selbst. Alles so authentisch und historisch korrekt wie möglich zu erzählen und dabei spannend zu bleiben, das ist mein Ziel.
Die „AMORES - Die Liebesleiden des jungen Ovid“ sind dagegen nicht immer ganz jugendfrei (wie auch die Originalverse Ovids und seiner Zeitgenossen). Der Laie kann sich über die „moderne“ Sprache & Handlung freuen, der Fachmann über zahlreiche Anspielungen und intertextuelle Scherze.
Auf dem Blog zeige ich einen Blick hinter die Kulissen. Dabei gebe ich auch Hintergrundinformationen über Politik und Alltagsleben der späten Republik und frühen Kaiserzeit in Rom und einiger Kelten- und Germanenstämme.
Feste Probeleser aus verschiedensten Altersgruppen haben bereits die ersten Bände gelesen. Die Rückmeldungen setze ich um. Sehr gute Feedbacks kamen dabei nicht nur von Universitätsprofessoren und anderen Fachleuten sondern gerade auch von Schülerinnen und Schülern - vielleicht demnächst auch von dir? Gerne nehme ich jede gute Anregung auf (Rufus.in.Rom@gmail.com)...

- Römische Namen

Auch die Namen der Römer, die im Roman erscheinen, sind alle genau so auf alten Inschriften oder in alten Texten überliefert.

Römische Namen bestanden ähnlich wie heute aus mehreren Teilen. Beim Vornamen (praenomen) zeigten die Römer in der Regel wenig Fantasie, es sind nur eine Handvoll Vornamen überliefert. Tradition verpflichtet eben einen echten Römer...: Traf man einen Römer, so heißt er meist
Appius, Aulus, Gaius, Gnaeus, Lucius, Marcus, Publius oder Titus.
Ab dem fünften Kind wurde man häufig einfach mit Ordnungszahlen benannt:
 Quintus »der Fünfte«, Sextus »Nummer 6«, Septimus »der Siebte«, Octavus »Nummer 8« usw.
 Bei Kind »Nummer 10«, Decimus, hören solche Vornamen auf. Diese Ordnungszahl-Namen, die daraus entstanden sind, dass nüchterne Eltern ihre Kinder einfach durchzählten, gehören zu den häufigsten.
Mädchen bekamen als Vornamen normalerweise den Familiennamen des Vaters in der weiblichen Form. Um Schwestern voneinander zu unterscheiden, setzte man lediglich die Begriffe maior (die Ältere) oder minor (die Jüngere) oder die Verkleinerungsform –ulla hinzu manchmal nicht einmal dies.
Sklaven mussten sich oft mit Namen wie Syrus (der Syrer) oder Galla (die Gallierin) begnügen, Freigelassene Sklaven und adoptierte Kinder übernahmen den Familiennamen des Familienvaters, des pater familias.
 
 
Der Familienname (nomen gentile) wurde vererbt, ganz so wie bei unseren heutigen Nachnamen auch.
 
Meist kam als dritter Name noch eine Art „Spitzname“ (cognomen) dazu. So einfallslos die meisten Römer mit ihren Vornamen waren, so originell waren sie mit Spitznamen - wenn sie diese nicht vererbt bekommen hatten. Die Römer scheuten sich nämlich keineswegs, jemandem einen gemeinen Namen zu geben, um nachteilige Eigenschaften oder Äußerlichkeiten hervorzuheben. So ist z.B. ist ein Fabius Verrucosus belegt, was so viel bedeutet wie »Warzengesicht Fabius« oder gar »Hackfresse Fabius«. Und wer würde heute schon einen Politiker in einer wichtigen Sitzung mit seinem Spitznamen anreden? In offiziellen Protokollen wurde in Rom dagegen z.B. festgehalten: Anwesend heute sind die Senatoren Glaber (Glatzkopf), Crassus (Fettsack), Verres, (Wildsau)…
In der römischen Gastfamilie des „Rufus“ (Euamellin) diente das vererbte cognomen Sanga dazu, die einzelnen Zweige der weitverzweigten Familie der Fabii besser unterscheiden zu können. Dies war auch dringend nötig, denn es gab sehr viele Fabier-Familien. Sanga war eine von vielen Nebenlinien der Fabii.
Der kleine Gast aus dem Norden bekommt das Cognomen Rufus („Rotschopf“).

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