Die „Rufus“-Reihe soll jeder verstehen und genießen können, Jugendliche und Erwachsene, Studierte und Nichtstudierte. Wer sich im Roman auf fremde Welten einlässt, der wird auf unterhaltsame Weise ganz automatisch kennenlernen, was die damalige Zeit so alles zu bieten hatte - und lernt beim Lesen wie von selbst. Alles so authentisch und historisch korrekt wie möglich zu erzählen und dabei spannend zu bleiben, das ist mein Ziel.
Die „AMORES - Die Liebesleiden des jungen Ovid“ sind dagegen nicht immer ganz jugendfrei (wie auch die Originalverse Ovids und seiner Zeitgenossen). Der Laie kann sich über die „moderne“ Sprache & Handlung freuen, der Fachmann über zahlreiche Anspielungen und intertextuelle Scherze.
Auf dem Blog zeige ich einen Blick hinter die Kulissen. Dabei gebe ich auch Hintergrundinformationen über Politik und Alltagsleben der späten Republik und frühen Kaiserzeit in Rom und einiger Kelten- und Germanenstämme.
Feste Probeleser aus verschiedensten Altersgruppen haben bereits die ersten Bände gelesen. Die Rückmeldungen setze ich um. Sehr gute Feedbacks kamen dabei nicht nur von Universitätsprofessoren und anderen Fachleuten sondern gerade auch von Schülerinnen und Schülern - vielleicht demnächst auch von dir? Gerne nehme ich jede gute Anregung auf (Rufus.in.Rom@gmail.com)...

Montag, 30. Juli 2018

Verwünscht noch eins! Antike Mythen ohne Happy End



In einer Zeit, als das Wünschen noch half – das gilt für das Märchen: ebenso mündlich überliefert, frei erfunden, und meist mit Happy End.
Für den antiken Mythos gilt dies kaum – doch nicht nur, weil sich die Unsterblichen oft daneben benehmen:
Ovid, Metamorphosen Abbild der VEewandlung Daphne
Apollo & Dahne, CC-0 von WikimediaImages auf pixabay
Nicht nur die die Wünsche und Gebete der armen Sterblichen entweder nicht erhört oder anders erfüllt werden, als erhofft, wie z. B. Kleobis & Biton als göttlichen Dank als Bestes, was einem passieren kann, nicht Reichtum und Macht sondern friedliches Entschlafen zu Teil wird.
Auch Unsterbliche erleben bisweilen Überraschungen. So wünscht sich die Quellnymphe Daphne Rettung vor dem in sie verliebten Gott Apollo. Ihr Stoßgebet wird so erhört, dass sie sich in einen Lorbeerbaum verwandelt – immerhin, Apoll lässt am Ende vom Baum ab (nachdem er den Lorbeer fortan als sein Zeichen führen lässt).
Noch schlimmer ergeht es dem Liebespärchen der Göttin der Morgenröte Eos und ihrem Geliebtem Tithonos, Sohn des trojanischen Königs Laomedon. Eos erbittet von Zeus ewiges Leben für ihren Geliebten. Dumm nur, dass sie vergisst, auch um ewige Jugend für ihn zu flehen: Tithonos wird immer älter und älter. Ovid beschwert sich in den amores so morgens im Bett, dass Eos viel zu früh erscheine, nur um vor ihrem überalterten Gefährten zu fliehen. IN den Metamorphosen erzählt Ovid noch, dass Tithonos sogar schrumpft und er sich in eine Zikade verwandelt.
Glücklich bis an sein Lebensende – oder darüber hinaus? Antike Sagenfiguren haben kaum eine Chance…

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